Cannabis-Legalisierung: Anhörungen starten

Cannabis-Legalisierung: Anhörungen starten

Groß war die Aufregung, als sich die Ampelkoalition im vergangenen Jahr darauf einigte, Cannabis legalisieren zu wollen. Doch ab welchem Alter? Wird Eigenanbau erlaubt sein? Was genau sind lizenzierte Geschäfte? Die Detailfragen sollen jetzt angegangen werden. Mit insgesamt 5 Anhörungen von über 200 Experten, die am Dienstag starteten soll eine fachliche Grundlage für das Parlamentsverfahren gelegt werden. Gesundheitsminister Lauterbach will bis Ende des Jahres einen Gesetzentwurf vorlegen.

„Cannabis ist nicht zu verharmlosen“

Drogenbeauftragter Burkhard Blienert (SPD) wehrt sich gleichwohl dagegen, die Droge zu verharmlosen. Der Kinder- und Jugendschutz sei ein elementares Thema, welches ebenfalls geklärt werden soll. Klar sei: Der Verkauf an Kinder und Jugendliche werde verboten bleiben.

Für Erwachsene gelte, dass Cannabis von vielen Menschen konsumiert werde. Der Staat könne dies nicht mehr vernachlässigen. Unterstützung und Hilfe sind besser als Strafe“, sagte Beauftragter Blienert. Der Besitz von Eigengebrauchsmengen werde durch die Staatsanwaltschaften ohnehin nicht verfolgt. Man solle Konsumenten mit den Fragen Wie sicher ist das Produkt, das ich auf dem Schwarzmarkt kaufe? Was alles ist möglicherweise beigemischt?“ nicht alleine lassen.

„Leute, was ihr da macht, kann gesundheitsschädlich sein“

Der Staat müsse aber in der Aufklärung und Prävention aktiv werden, sagte der Politiker weiter dem Webportal. Er müsse deutlich machen, Leute, was ihr da macht, kann gesundheitsschädlich sein. Schaut hin, wie ihr eure Gesundheit am besten schützen könnt!“

Besorgt zeigte sich Blienert zudem zur Volksdroge Alkohol. Alkohol ist das stärkste Zellgift“, sagte er. Etwa Werbung für Alkohol müsse weniger sichtbar gemacht werden.

Dan Ioffe

Chefredakteur der KalkuhlSZ

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