Cybermentor – die MINT-Plattform für Mädchen

Cybermentor – die MINT-Plattform für Mädchen
Frau Thomas (Foto: KalkuhlSZ)

Seit April 2022 gibt es unter der Leitung von Frau Thomas am Ernst-Kalkuhl Gymnasium „Cybermentor, ein internationales Online-MINT-Programm für Mädchen aller Stufen. Was ist das?

Der Begriff MINT setzt sich aus Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammen. Bei Cybermentor lernt man also über die Fächer Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik und Technik.

Dass das Programm nur für Mädchen ist, liege daran, dass es in vielen Ländern inklusive Deutschland immer noch den veralteten Glauben gebe, dass MINT-Berufe hauptsächlich durch Männer geprägt seien, sagt Frau Thomas. Dies läge daran, dass geglaubt werde, dass sich Jungen schon oft in ihrer Schulzeit für diese Fächer interessieren und Mädchen eher die kreativen und sprachlichen Fächer belegen würden. „Ich finde diese Vorstellung eigentlich veraltet, weil ich auch ganz tolle kreative Jungs kenne und auch Jungs, die super Fremdsprachen lernen. Umgekehrt kenne ich auch viele Mädchen, die sich für technische Dinge interessieren“, so Frau Thomas.

Bei Cybermentor kann man verschiedene Projekte ausprobieren oder sich auf ein bestimmtes MINT-Fach spezialisieren und darüber interessante Fakten kennenlernen. Außerdem kann man sich über MINT-Berufe informieren und einen Einblick erhalten. In einem Forum kann man sich austauschen, Fragen stellen, oder einfach mal chatten. Es werden Artikel geschrieben, wie über die Kommunikation der Honigbienen und Projekte durchgeführt, z.B. etwa zur Herstellung von Joghurt oder zur Kristallzucht und es werden spannende Fakten erläutert, beispielsweise zu Planeten. So hätte der Mars so eine geringe Dichte, dass er schwimmen könnte, erzählen uns Teilnehmerinnen. Neben diesen Beispielen gibt es viele andere Themen und Projekte, die man entdecken kann.

Junge Frauen unterstützen

Frau Thomas findet das Programm gerade deshalb so gut, weil es zwar Elemente aus den MINT-Fächern anspricht, die zum Teil im Unterricht behandelt werden, aber abseits der festen Lehrpläne funktioniert. Die Unabhängigkeit von Lehrplänen sei auch der Grund, warum das Programm online stattfände. Die Dauer von „Cybermentor“ ist etwa ein Jahr, der Zeitaufwand pro Woche beträgt ca. eine halbe Stunde. Dies ist jedoch nur eine Vorgabe, der tatsächliche Zeitaufwand ist individuell. Manchmal habe sie auch weniger Zeit, z.B. wenn sie gerade viele Arbeiten schreiben und viel lernen würde, dann schaffe sie die halbe Stunde einfach nicht, sagt uns eine Schülerin. „Man braucht ja auch noch Zeit für sich, Hobbys oder Verabredungen“, sagt sie. Laut dem Projekt sollte man trotzdem mindestens eine halbe Stunde pro Woche einplanen.

Bei Cybermentor wird man von einer Mentorin betreut. Das bedeutet, dass eine meistens junge MINT-Wissenschaftlerin oder Studentin mit den Teilnehmerinnen die Projekte bespricht, aussucht, hilft und der man Fragen zu ihrem Beruf stellen kann. Sie ist genau auf die Interessen abgestimmt, die man bei der Anmeldung angegeben hat.

Wanda Pabst

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