Deutschland weist 40 russische Diplomaten aus

Deutschland weist 40 russische Diplomaten aus
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Foto: Ukrainische Regierung)

Nach dem Massaker, den russische Soldaten in der Kleinstadt Butscha, in der Nähe von Kiew begangen haben, hat Deutschland 40 Diplomaten der russischen Botschaft ausgewiesen. Das sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock am Montag. Die Bundesregierung habe entschieden „eine erhebliche Zahl von Angehörigen der russischen Botschaft zu unerwünschten Personen zu erklären, die hier in Deutschland jeden Tag gegen unsere Freiheit, gegen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gearbeitet haben“. Die Personen, die vermutlich Nachrichtendiensten angehören, müssen Deutschland nun innerhalb von fünf Tagen verlassen.

Nach dem Abzug der russischen Armee aus Butscha waren hunderte ermordete Zivilisten entdeckt worden. Bilder zeigten Menschen, die auf ihren Fahrrädern erschossen, ganze Familien die in ihren Autos ermordet wurden. Einige Leichen waren gefesselt. Die Menschen mussten in Massengräbern beigesetzt werden. Die ukrainische Regierung spricht von einem Völkermord, Russland nennt die Bilder inszeniert. Der Westen reagierte mit Entsetzten auf die mutmaßlichen Kriegsverbrechen und will Sanktionen verschärfen.

Die Bilder aus Butscha zeugen von Vernichtungswillen, der über alle Grenzen hinweggeht. (…) Putins hemmungslose Gewalt löscht unschuldige Familien aus. Wir werden die Sanktionen gegen Russland verschärfen und die Ukraine noch stärker bei ihrer Verteidigung unterstützen.

– Annalena Baerbock, Bundesaußenministerin

Dan Ioffe

Chefredakteur der KalkuhlSZ

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