Lockdown wird verlängert und teilweise verschärft

Lockdown wird verlängert und teilweise verschärft
Das Bundeskanzleramt in Berlin

EIL: Merkel stellt Beschlüsse nach 6 Stunden Beratungen vor

  • Alle Maßnahmen vom Januar werden bis zum 14. Februar fortgeführt
  • Pflicht von medizinischen Masken in Geschäften und im ÖPNV
  • Treffen weiterhin mit maximal einer Person außerhalb des eigenen Haushaltes.
  • Kontakte im ÖPNV sollen reduziert werden
  • Schule: Schulen bleiben bis zum 14. Februar grundsätzlich geschlossen, Präsenzpflicht weiterhin ausgesetzt. Man sei sich den „unglaublichen Einschränkungen“ bewusst, so Merkel. Es gebe aber Hinweise, dass die Mutation sich auch bei Kindern und Jugendlichen stärker verbreite. „Und das müssen wir auch ernst nehmen.“
  • Laschet: Schulsituation bleibt bis zum 14. Februar wie sie ist, weiteres Vorgehen wird mit Verbänden besprochen
  • Homeoffice Pflicht da wo es möglich ist
  • Weitgehende lokale Maßnahmen möglich, wenn Inzidenz von 50 nicht erreicht
  • Arbeitsgruppe soll Öffnungsplan erarbeiten

Heute treffen sich die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin ab 14 Uhr zu einer Video-Schalte um über die Corona-Maßnahmen zu beraten. Im Raum steht eine Verlängerung aller Maßnahmen bis zum 14. Februar und weitere Verschärfungen wie mehr Homeoffice und eine ausgeweitete Maskenpflicht. So soll die Maskenpflicht in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln auf medizinische Masken konkretisiert werden. Dazu zählen FFP-Masken, KN95-Masken und OP-Masken.


Will den Lockdown verschärfen: Bundeskanzlerin Angela Merkel
Foto: DBT / Simone M. Neumann

Die Pläne:

Während eine Verlängerung des Lockdowns nahezu feststeht, sind z.B. Ausgangsbeschränkungen umstritten. Zwar haben einige Bundesländer diese schon teilweise eingeführt, besonders aber die SPD-geführten Länder wehren sich dagegen. Die Beschlussvorlage sieht keine allgemeinen Ausgangsbeschränkungen vor, auf lokaler Ebene soll sie aber, wie auch Einschränkungen des Bewegungsradius möglich sein – auch unter einer Inzidenz von 200.

Schulen sollen vorerst weiter geschlossen bleiben, die Kultusminister sollen sich aber auf Lockerungen vorbereiten, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 unterschritten ist, so fordert es der Bund. Für Abschlussklassen soll es bereits vorher andere Regelungen geben. Bisher konnten sich Bund und Länder in diesem Punkt aber nicht einigen. Besonders wann die wieder Schulen geöffnet werden sollen ist noch unklar. Private Treffen sollen weiterhin auf eine, nicht im Haushalt lebende Person beschränkt werden. Zudem soll das Homeoffice ausgeweitet werden und in Alten- und Pflegeheimen mehr getestet werden.

Diskutiert werden die Maßnahmen weil die Infektionszahlen weiterhin zu hoch sind, weit entfernt von dem Ziel-Inzidenzwert von 50. In NRW betrug er am Montag 134,4. Auch die neuen Mutationen sind besorgniserregend. So ist beispielsweise die britische Virusvariante offensichtlich viel ansteckender als das Ursprungsvirus.

Dieser Beitrag wird bei relevanten Neuigkeiten aktualisiert.

Quelle: ARD, ZDF, ntv, WELT, Bund

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Dan Ioffe

Chefredakteur der Schülerzeitung am EKG. Leiter Ressort Social Media / Politik und Nachrichten.

2 Gedanken zu “Lockdown wird verlängert und teilweise verschärft

  1. Um 14 Uhr, die genannten Maßnahmen basieren auf der Beschlussvorlage. Gestern hatten die Teilnehmer der Video-Schalte mehrere Experten angehört.

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