Ministerpräsident Wüst will spätere Sommerferien

Ministerpräsident Wüst will spätere Sommerferien
Ministerpräsident Wüst im Landtag | Foto: Land NRW / Mark Hermenau / Archiv

Während man in NRW schon wieder Schule hat, sind in Bayern noch bis zum 12. September Sommerferien. 2023 würde man in NRW sogar schon am 4. August zurück in den Unterricht. Dass man im Süden immer deutlich später anfängt, wurde laut dem »Kölner Stadt-Anzeiger« seit Jahrzehnten damit begründet, dass bayrische Kinder bei der Ernte im Spätsommer helfen müssten. Einen Umstand, den NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nicht mehr gelten lässt. Bei der nächsten Kultusministerkonferenz will NRW das Thema ansprechen, sagte der CDU-Politiker am Freitag, wie die Zeitung berichtete.

Grundsätzlich wechseln sich alle Länder mit den Ferienterminen ab. Nur Bayern und Baden-Württemberg machen da nicht mit. Die CSU-geführte Staatsregierung begründet die bayrische Sonderrolle allerdings auch mit den dortigen Pfingstferien, die durchaus auch bis Mitte Juni dauern können. Im Freistaat selber gibt es immer wieder Kritik daran, dass man in der besten und wärmsten Zeit des Sommers Unterricht habe. Und in anderen Bundesländern herrscht Unmut darüber, dass der Süden immer mit seinen Sonderansprüchen durchkommt und dass dortige Familien teilweise schon von niedrigeren Urlaubspreisen profitieren. Nur im bayrischen Kultusministerium hat man offensichtlich kein Problem damit, immer Letzter zu sein. »Das bayrische Abitur bleibt bayrisch, übrigens genauso, wie die Ferienzeiten bleiben«, sagte Ministerpräsident Markus Söder Ende 2019.

Dan Ioffe

Chefredakteur der KalkuhlSZ

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