Nonnenwerth: Erneut Proteste gegen Schließung

Nonnenwerth: Erneut Proteste gegen Schließung
Bild: Wolkenkratzer / Commons

Das Franziskus-Gymnasium Nonnenwerth soll zum Ende des Schuljahres geschlossen werden. Der Schulträger Peter Soliman begründet dies mit Brandschutzkosten in Höhe von 10 Millionen Euro. Mehr als 500 Schüler müssten dann die Schule wechseln. Seit Wochen protestieren Schüler und Eltern gegen das Vorhaben. Sie werfen dem Schulträger vor, die Insel in Luxuswohnungen umwandeln zu wollen.

Am Montag haben in Bad Honnef erneut rund 600 aktive und ehemalige Schüler, sowie Eltern demonstriert. Lehrer nahmen aus Furcht vor Konsequenzen nicht teil. In einem Brief warfen sie dem Schulträger Angst vor kritischen Mitarbeitern vor. Verhandlungen zwischen Träger und Eltern über eine private Übernahme der Trägerschaft sind inzwischen vorerst gescheitert. Beide Seiten geben der anderen Seite dafür die Schuld.

Eltern- und Schülervertreter zweifeln die Begründung der Schließung an. So könne kein seriöses Gutachten die immensen Kosten für den Brandschutz belegen und auch die kommunale Verwaltung sprach davon, dass die Probleme beim Brandschutz nicht die Ursache der Schließung seien. Eine aktuell erteilte Duldung bis zur Behebung der Probleme könnte verlängert werden, sagte der Landrat. Soliman soll aber nicht gewillt sein, diesen Antrag zu stellen. Auch Politiker aus der Region zeigten wenig Verständnis für die Schließung und forderten eine Möglichkeit, das Gymnasium offenzuhalten. Eine Maklerfirma soll unterdessen bereits ein Exposé für die Insel erstellt haben. Der Unternehmer Soliman ist seit August 2020 Schulträger, gegründet und betrieben wurde die Schule zuvor vom Franziskanerinnen-Orden.

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Redaktion der KalkuhlSZ