Schulkonferenz beschließt Handyzonen

Schulkonferenz beschließt Handyzonen
"Ernst-Kalkuhl Gymnasium" prangt am Mittelhaus: Langjähriger Streit beendet?

Die jahrelange Diskussion über eine neue Handyregel könnte erstmal beendet sein. Gegen die Stimmen der Schülervertretung (SV) stimmten Lehrer- und Elternvertreter in der Schulkonferenz für eine Handyzone vor dem gepflasterten Bereich vor dem Chemietrakt. Wir haben für euch die neue Regel zusammengefasst:

Für die Schulinformationsapp Sdui gelten keine Sonderregeln. Wird ein Gerät außerhalb der Zone verwendet, soll es von der Lehrkraft konsequent eingezogen werden.

SV stimmt gegen Kompromiss

Wenige Stunden vor der entscheidenden Sitzung stritten Lehrer und Schülervertretung immer noch um die neue Regel. Auch nach Beginn der 2. Schulkonferenz am vergangenen Donnerstag gab es keinen Konsens, wo eine Handyzone hin sollte. Vorangegangen waren monatelange Verhandlungen zwischen SV, Lehrern und Eltern, in denen noch um ganz andere Themen gestritten wurde: Handys überhaupt erlauben?, wenn ja, dann für welche Klassen und wo auf dem Schulgelände? Während die Schülervertretung darauf dränge, Handys überall zu erlauben, gab es vor allem unter Eltern große Widerstände gegen die Pläne. Eine Übersicht:

Die bisherige Regel, unter Einfluss der Pandemie entstanden, sah vor, dass Handys überall auf dem Gelände von allen Schülern zu schulischen Informationszwecken verwendet werden durften. Die Regel war erst 2020 beschlossen worden, geriet aber schnell in die Kritik aller Vertretungen. Sie sei sehr unterschiedlich ausgelegt worden und unklar formuliert, sagte die stellvertretende Schulleiterin Frau Krüsselmann gegenüber der KalkuhlSZ.

Seit vielen Jahren wird am Kalkuhl die Handyregel diskutiert. Alle Beteiligten hoffen nun, dass diese Diskussion vorläufig beendet ist. Trotzdem soll die neue Handyzone nächstes Jahr evaluiert werden. Die SV hatte in der Schulkonferenz angemahnt, die jahrelange Diskussion verlange viele Ressourcen der Schülervertretung ab und habe in den letzten Jahren verhindert, dass sie eigene Projekte vorantreiben konnte.

Die Entwicklung der Handyregel, Grafik: KalkuhlSZ

„Fairer Kompromiss“

Auch wenn man damit gescheitert war, Handys überall oder nur auf dem Schulhof zu erlauben, beanspruchte die Schülervertretung für sich insgesamt einen Sieg. „Diese Handyregel ist ein fairer Kompromiss und ein Erfolg für die SV. Wir haben Handys für die Klassen 8 und 9 durchgesetzt, die SV hat den großen Bereich vor dem Chemietrakt ausgehandelt. Wir haben es geschafft, innerhalb von zwei Jahren von einem Totalverbot zu einer uneingeschränkten Handyzone zu kommen“, sagte Schülersprecher Dan Ioffe im Anschluss an die Abstimmung. Es liege jetzt an „uns Schülern, zu beweisen, dass das kein Fehler ist“, so der Schülervertreter.

Auch Frau Krüsselmann zeigte sich erfreut: „Mit dieser Regelung haben wir nach vielen Gesprächen und Absprachen in unterschiedlichen Gremien einen Kompromiss erarbeitet, der Klarheit bringt und mit dem alle leben können“, sagte die stellvertretende Schulleiterin der Schülerzeitung.

Wie die Schülerschaft und der Lehrkörper, die neue Regel annehmen, zeigt sich ab dem 1. Juni. Bis zu den Sommerferien gilt noch eine Übergangsregel, danach soll die Handyzone konsequent umgesetzt werden.

Dan Ioffe

Chefredakteur der KalkuhlSZ

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